Schon kleine Mengen reichen: Studie zeigt Auswirkung von Kaffee auf den Schlaf

Zwar gibt es inzwischen auch zahlreiche koffeinhaltige Energydrinks. Kaffee bleibt aber der Wachmacher schlechthin. Für viele ist das Getränk nicht nur am Morgen ein festes Ritual. Auch über den Tag verteilt trinken viele noch die eine oder andere Tasse, sowohl aufgrund des Geschmacks, als auch wegen des Effektes. Dass das mitunter negativ für das Gehirn allgemein und den Schlaf im Speziellen sein kann, dürfte den meisten bewusst sein.

Eine Studie, die von einem Team der kanadischen Université de Montréal durchgeführt wurde, hat sich das Thema genauer angeschaut. Dabei wurde vor allem untersucht, was genau während des Schlafens im Gehirn passiert, wenn man zuvor Kaffee getrunken. Dabei bekam eine Versuchsgruppe abends Koffeinkapseln, die in etwa den Wirkungsgrad von zwei Tassen Kaffee entfalteten. An einem anderen Abend erhielten sie hingegen ein Placebo. Anschließend wurde die Gehirnaktivität durch ein EEG gemessen.

Auswirkungen von Kaffee auf den Schlaf: Frau hat Schlafprobleme und legt sich im Bett die Hand über das Gesicht
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Kaffee-Konsum beeinflusst die Gehirnaktivität auch noch im Tiefschlaf

Tagsüber befindet sich das Gehirn in einem ausbalancierten Zustand der Alarmbereitschaft. Das ist wichtig, um es zum einen nicht zu überfordern, aber zum anderen auf wichtige Reize reagieren zu können. Die Studie konnte nachweisen, dass abendlicher Kaffee so auf das Gehirn einwirkt, dass der Zustand auch dann noch erhalten bleibt, wenn man schläft. Das Getränk verhindert also nicht, dass man einschläft. Es hat allerdings massive Auswirkungen auf die Qualität des Schlafes.

Das zeigte auch das EEG: Die für den Wachzustand typischen Beta-Wellen waren stärker ausgeprägt, die für den Schlaf wichtigen Alpha- und Teta-Wellen hingegen wurden gedämpft. Zudem wurde deutlich, dass vor allem jüngere Personen zwischen 20 und 27 von dem Effekt betroffen sind. Das liegt daran, dass mit dem Alter zunehmend die sogenannten Adenosin-Rezeptoren abnehmen. Da das genau die Rezeptoren sind, die vom Koffein angesprochen und blockiert werden, ist der Effekt in jüngeren Jahren auch noch stärker ausgeprägt.

Eine Studie aus dem Jahr 2013 hat ermittelt, dass zwischen dem letzten Kaffee des Tages und der Schlafenszeit mindestens sechs Stunden liegen sollten. Diese Zeit brauche der Körper, um das Koffein abbauen zu können. Eine Meta-Studie aus dem Jahr 2023 legt sogar eine Zeit von acht bis neun Stunden nahe, um die optimale Schlafqualität zu erzielen.

Gen Z liebt „Maxton Hall“: Warum die Serie trotz schlechter Kritiken so gefeiert wird

Die deutsche Serie „Maxton Hall“ hat einen absoluten Hype ausgelöst. Die erste Staffel brach bei ihrem Start im Mai 2024 Rekorde beim Streaming-Dienst Amazon Prime Video. Und die zweite Staffel kann offenbar an den Erfolg anknüpfen. Seit Wochen stehen die neuen Folgen an der Spitze der Prime-Video-Charts. Das dürfte zwar auch ein wenig daran liegen, dass Amazon – anders als noch bei Staffel 1 – die Episoden im Wochentakt veröffentlicht und nicht am Stück.

Das reicht aber nicht annähernd als Erklärung dafür aus, dass „Maxton Hall“ zu einer der aktuell am meisten diskutierten und gefeierten Serien gehört. Dabei zeigt sich ein interessantes Bild. Schaut man etwa auf Plattformen wie Rotten Tomatoes, dann fällt auf, dass die Meinungen von Publikum und professionellen Kritiken teilweise deutlich auseinanderklafft. So verzeichnet etwa die zweite Staffel eine professionelle Wertung von 60 Prozent. Das Publikum bewertete jedoch mit 92 Prozent ein ganzes Stück besser. Woher kommen diese Unterschiede?

James (Damian Hardung) in „Maxton Hall“ Staffel 2
Amazon

Deutsche Serie „Maxton Hall“ wird auch international gefeiert

Kritikerinnen und Kritiker werfen „Maxton Hall“ oft vor, dass es gestellt wirke und inhaltlich wenig anspruchsvoll sei. Die klassischen Tropes – zwei Personen aus sehr unterschiedlichen Gesellschaftsschichten verlieben sich und müssen diverse Widrigkeiten überwinden – werden der Serie dabei ebenfalls oft vorgeworfen. Dabei sind sie wesentlicher Teil des Erfolgs, wie vergleichbare Serien und nicht zuletzt die ebenfalls erfolgreiche Buchvorlage beweisen. Weitere Kritik gibt es mitunter an den Dialogen.

Schaut man sich jedoch die Kommentare der Zuschauerinnen und Zuschauer an, dann scheint diese Kritik an der Zielgruppe offensichtlich völlig vorbeizugehen. Oft verteidigen die Fans „Maxton Hall“ sogar leidenschaftlich und argumentieren, dass Handlung und Motive für das Genre absolut typisch seien. Vielfach kann man Dinge lesen wie „Wer keine Teenie-Romanzen mag, sollte halt einfach keine gucken“. Darüber hinaus lieben die meisten vor allem die beiden Hauptdarsteller, Harriet Herbig-Matten und Damian Hardung.

James (Damian Hardung), Ruby (Harriet Herbig-Matten) in „Maxton Hall“ Staffel 2
Amazon

„Maxton Hall“ ist auch – und vor allem – auf BookTok ein Phänomen

Warum die Serie vor allem bei der Gen Z so beliebt ist, hat in erster Linie mit Social Media zu tun. Dort ist „Maxton Hall“ zum absoluten Phänomen geworden – auch dank der Buchvorlage und dem dadurch entstandenen BookTok-Hype für die Serie. Viele feiern zudem versteckte Motive wie Female Empowerment und Mental Health oder auch die emotionale Entwicklung von Protagonist James. Am Ende kommen viele Faktoren zusammen, die „Maxton Hall“ zu einem weltweiten Phänomen und der erfolgreichsten deutschen Serie bei Prime Video aller Zeiten machen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Blackout und einem Stromausfall?

Übersetzt man den englischen Begriff Blackout ins Deutsche, dann bedeutet er so viel wie Stromausfall. Deshalb werden die beiden Worte und ihre Bedeutung im Deutschen oft gleichgesetzt, obwohl das im Detail nicht ganz stimmt. Zwar bezeichnen beide das Fehlen von Strom. Es gibt allerdings wichtige Unterschiede in der Abstufung.

Ein Stromausfall ist das plötzliche und unplanmäßige Fehlen von Strom aufgrund einer Störung im Stromnetz. Ein Blackout ist wiederum gewissermaßen eine Steigerung davon, sowohl was die betroffene Fläche als auch die Dauer angeht. Dabei kann ein Blackout per Definition ganze Länder oder sogar Kontinente betreffen und mehrere Tage oder sogar Wochen andauern.

Die Bundesnetzagentur schreibt dazu: „Ein Blackout ist ein unkontrollierter und unvorhergesehener Ausfall, bei dem mindestens größere Teile des europäischen Stromnetzes ausfallen. Das kann zum Beispiel passieren, wenn in einer angespannten Verbrauchs- und Erzeugungssituation zusätzlich schwere Fehler an neuralgischen Stellen des Netzes auftreten.“

Stromausfall in Manhattan an der 5th Avenue
iStock / Olga Kaya

Warum die Unterscheidung zwischen Stromausfall und Blackout wichtig sein kann

Während ein Stromausfall – wie auch die jüngere Vergangenheit gezeigt hat – durchaus vorkommen kann, sind echte Blackouts eher unwahrscheinlich. So handelte es sich etwa bei dem Vorfall in Paris oder auch auf der Iberischen Halbinsel im April 2025 um Stromausfälle. Letztere hatten ein ungewöhnlich großes Ausmaß und hielten teilweise mehr als 12 Stunden an. Dennoch handelte es sich nicht um echte Blackouts.

Die Unterscheidung zwischen diesen beiden Begriffen kann im Ernstfall entscheidend sein. Zwar hat auch ein Stromausfall seine Gefahren. Die kritischen Infrastrukturen sind in diesen Fällen allerdings gesichert und eine baldige Lösung scheint in Sicht. Bei Blackouts sieht das hingegen anders aus. Für solche Fälle hat die Bundesregierung im Übrigen einen eigenen Katastrophenratgeber veröffentlicht.

Als Blackout gilt beispielsweise der flächendeckende Zusammenbruch des Stromnetzes in Kanada und den USA im Jahr 2003. Damals führten eine fehlerhafte Verbindung zwischen zwei Kraftwerken in Ohio sowie ein Fehler im Schutzsystem dazu, dass mehr als 50 Millionen Menschen teilweise für fast zwei Tage ohne Strom auskommen mussten. Das brachte weite Teile des öffentlichen Lebens auch in Städten wie New York zum Erliegen. Als längster Blackout der Geschichte gilt hingegen das Fehlen von Strom über fünf Monate im Jahr 1977 in Ägypten.

Tami Stronach: So sieht die „Kindliche Kaiserin“ aus „Die unendliche Geschichte“ heute aus

Tamara „Tami“ Stronach wurde 1972 in Teheran im Iran geboren. Dort hatten sich ihre Eltern, der aus Schottland stammende David Stronach und die Israelin Ruth Vaadia, kennengelernt, die beide als Archäologen tätig waren. Die Familie zog später nach Israel und Großbritannien, um anschließend in die USA auszuwandern. Im zarten Alter von 12 Jahren war Tami Stronach dann direkt in einer Rolle zu sehen, die ihr internationale Bekanntheit brachte: als „Kindliche Kaiserin“ in „Die unendliche Geschichte“. Beim Vorsprechen für den Fantasy-Film setzte sie sich sogar gegen den damaligen Kinderstar Heather O’Rourke durch.

Der Film von Regisseur Wolfgang Petersen basiert auf dem gleichnamigen Roman von Michael Ende. Allerdings zeigt die Verfilmung aus dem Jahr 1984 nur ungefähr das erste Drittel des Romans. In den beiden Folgeteilen übernahm zunächst Alexandra Johnes und dann Julie Cox die Rolle der „Kindlichen Kaiserin“ von Tami Stronach. Das lag in erster Linie an den Eltern der jungen Schauspielerin.

Tami Stronach heute
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Tami Stronach hat nach ihrem Erfolg in „Die unendliche Geschichte“ einen anderen Weg eingeschlagen

Aus Sorge vor den Folgen, die der frühe Ruhm für ihre Tochter haben könnte, erlaubten ihre Eltern Tami Stronach danach nämlich keine unmittelbare Fortsetzung ihrer Karriere. Es gibt Medienberichte aus dieser Zeit, die zeigen, dass teilweise das Haus der Familie belagert und Details aus dem Privatleben der 12-Jährigen veröffentlicht wurden. Stattdessen konzentrierte sich die Teenagerin später auf ihre Ausbildung als Tänzerin.

Mit Anfang 20 tourte sie dann mit der Neta Dance Company durch die ganze Welt. Dem Tanzen blieb sie zeitlebens eng verbunden. Heute arbeitet Tami Stronach vor allem als Choreografin und Tanzlehrerin. Sie gibt aber auch Yoga-Stunden und hat seit dem Jahr 2000 ihr eigenes Tanzstudio in New York. Vereinzelt war sie im Laufe der Jahre noch in einigen Fernsehproduktionen und am Theater zu sehen. Seit 2010 ist sie mit dem Schauspieler Greg Steinbruner verheiratet; das Paar hat eine gemeinsame Tochter.

Supermarkt von Sammy Nussdorf verkauft Kaviar für 542 Euro: „Leute drohen, Laden niederzubrennen“

In Manhattan gibt es einen neuen Luxus-Supermarkt. Sammy Nussdorf steckt hinter dem umstrittenen Konzept von Meadow Lane. Hier gibt es exklusive Lebensmittel zu kaufen und es standen bereits zahlreiche Kundinnen und Kunden Schlange, um eines der gefragten Produkte zu ergattern. Für das nötige Kleingeld versteht sich, denn allein der Kaviar kostet stolze 542 Euro.

Dazu gibt es noch ein hochwertiges Olivenöl zum Preis von 56 Euro. Meadow Lane musste sogar zeitweise schließen, denn die Regale waren leer. Sammy Nussdorf kann sich aber nicht unbeschwert über diesen Erfolg freuen. Denn er erhält auch gleichzeitig zahlreiche Drohungen.

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Sammy Nussdorf

Morddrohungen wegen eines Supermarktes? Sammy Nussdorf spricht über sein gewagtes Projekt

Ich habe Morddrohungen erhalten. Die Leute drohen, den Laden niederzubrennen und Steine durch die Fenster zu werfen. Der Hass ist außer Kontrolle. Sie konzentrieren sich auf jede Unvollkommenheit. Es ist politisch aufgeladen“, berichtet Sammy Nussdorf. Für die hohen Preise und die exklusiven Produkte, die der Unternehmer in seinem Supermarkt vertreibt, gibt es massive Kritik. Allein der Name des Ladens wurde von einer Straße in den Hamptons inspiriert, in der nur Millionärsvillen stehen.

Influencerin feiert Party mit ansteckender Krankheit und erntet Shitstorm – „So egoistisch“

Doch der Chef bleibt optimistisch: „Die Leute stehen Schlange. Es gibt einen Markt dafür.“ Wer mit seiner Idee auffallen möchte, muss eben auch immer mit Gegenwind rechnen. „Ich habe über 100.000 Follower – und das alles wegen der Hater. Das ist genau das Gegenteil von dem, was sie wollen, aber so läuft es nun mal“, berichtet Nussdorf weiter. Offenbar scheint der Luxus-Supermarkt trotz des Widerstandes eine vielversprechende Zukunft zu haben.

Überraschungserfolg bei Netflix: Buchverfilmung rührt Publikum zu Tränen – „Hat meine Seele berührt“

Streaming-Riese Netflix ist vor allem für seine Serien bekannt. Das Jahr 2025 war aber bisher auch im Filmbereich ein starkes Jahr für den Anbieter. Nicht nur, dass „KPop Demon Hunters“ einen Rekord aufstellen konnte, an dem sich vermutlich viele weitere Titel die Zähne ausbeißen werden. Auf der Plattform sind zudem von der Kritik gefeierte Filme wie „Frankenstein“, „Havoc“ und „House of Dynamite“ erschienen.

Aktuell beweist Netflix einmal mehr ein gutes Händchen, wenn man einen Blick auf die Streaming-Charts wirft. Seit seinem Start am 21. November hat sich dort nämlich ein Film festgesetzt, der im Vorfeld kaum Aufmerksamkeit bekommen hat und abseits der Film-Festivals auch nicht auffällig beworben wurde: „Train Dreams“. Global gesehen liegt die gefühlvolle Buchverfilmung dennoch auf Platz 5. In einigen Ländern wie Australien, vor allem aber in Europa, ist der Titel auch mehrfach auf den Plätzen 2 und 3 zu finden.

Dazu kommen starke Wertungen und außerordentlich positive Kritiken. So liegt „Train Dreams“ bei IMDb bei einer 7,6; vor allem für einen Film ist das eine außerordentlich hohe Zahl. Auf Rotten Tomatoes vergibt das Publikum 80 Prozent, während der Wert bei den professionellen Kritiken sogar fantastische 95 beträgt.

Szene aus „Train Dreams“ bei Netflix mit Joel Edgerton und Felicity Jones
Netflix

Darum geht es in dem Netflix-Drama „Train Dreams“

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch „Train Dreams“, das 2012 erschienen ist und unter anderem für einen Pulitzer-Preis nominiert war. Die Handlung ist im Sommer 1917 angesiedelt und dreht sich um das Leben von Robert Grainier (Joel Edgerton). Dieser gehört zu einem buntgemischten Holzfällertrupp, der Eisenbahnschienen verlegt. Dabei spielt die harte körperliche Arbeit eine Rolle, genauso wie die Spannungen innerhalb der Gruppe, aber auch Roberts Vergangenheit und seine aufblühende Beziehung zu Gladys (Felicity Jones).

„Train Dreams“ wird von vielen Netflix-Nutzerinnen und Nutzern vor allem für seine Stille und die gefühlvollen Bilder gefeiert. Dabei werden Themen wie Einsamkeit, Verlust und Erinnerung behandelt. „Die lyrische Regie und das Drehbuch, die epische Dimension der Handlung und die gefühlvollen Darstellungen verbinden sich zu einer emotionalen Meditation über die Beziehung zwischen Arbeit und Familie, Mensch und Land sowie Mensch und Zeit“, heißt es etwa in einer Kritik.

Viele berichten zudem, dass sie von dem Film zu Tränen gerührt waren. Vielfach kann man Kommentare wie „Dieser Film hat meine Seele berührt“, „Wunderschön und ergreifend“ oder „Ein Film, der Verlust und Schönheit atmet“ lesen. Netflix hat mit „Train Dreams“ also offenbar einen Nerv getroffen.

Blaues Glas: In welchen Container gehört es wirklich?

Deutschland gilt vielerorts als Land der Mülltrennung. Und ein Blick in Zahlen zeigt, dass das Land im internationalen Vergleich tatsächlich eine hohe Recycling-Quote hat. Hierzulande wird dabei auf vieles geachtet: Papier und Verpackungen werden getrennt gesammelt, es gibt einen Biomüll, ein umfangreiches Pfandsystem und Glas landet in eigens dafür vorgesehenen Containern.

Damit es eingeschmolzen und wiederverwendet werden kann, ist allerdings die Farbe wichtig. Deshalb stehen in der Regel drei Container für drei verschiedene Farben zur Verfügung: Braun, Grün und Weiß beziehungsweise farblos. Es gibt allerdings noch weitere Glasfarben bei Flaschen, die man handelsüblich im Supermarkt kaufen kann, und zwar blau. In welchen Container kommen dann diese Flaschen?

Jemand sammelt eine blaue Glasflasche auf
IMAGO / imagebroker

Für blaues Altglas gelten keine speziellen Regelungen

Bei blauem Glas handelt es sich einfach um Buntglas, übrigens ebenso wie rosafarbenes, was ebenfalls vereinzelt zu kaufen ist. All diese Flaschen und Gläser gehören dann in den Grünglas-Container. Das liegt daran, dass dieses den größten Anteil an Fremdfarben annehmen und trotzdem problemlos recycelt werden kann. Darauf sollte man bei der nächsten Altglasentsorgung unbedingt achten.

Wer Altglascontainer falsch nutzt, riskiert im Übrigen ein Bußgeld. Dieses greift zwar nicht im Fall, dass man versehentlich die Farbtrennung missachtet. Allerdings werden je nach Bundesland bis zu 300 Euro fällig, wenn man unerlaubte Gegenstände in den Containern entsorgt. Dazu gehören etwa Glühbirnen oder Fensterscheiben. Diese sind zwar ebenfalls aus Glas, aber nicht für den Altglas-Recycling-Zyklus gedacht. Auch Autolampen, Bleiglas, Trinkgläser oder Blumenvasen gehören nicht in die Container. Zudem sollte man auf die offiziellen Zeiten zur Entsorgung achten.

Bus für neurodivergente Menschen: Australiens „Sensory Bus“ sorgt für Aufsehen

Der Begriff Neurodivergenz beschreibt Personen, deren sogenannte neurokognitive Funktionen von der gesellschaftlichen Norm abweichen. Das betrifft in erster Linie, wie diese Menschen Dinge wahrnehmen und verarbeiten. Eine bekannte Form der Neurodivergenz ist beispielsweise Autismus; aktuelle Zahlen belegen, dass von einer Autismus-Spektrum-Störung etwa ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland betroffen ist. Lange Zeit wurden solche Personen stigmatisiert. Vor allem in den vergangenen Jahren lässt sich diesbezüglich aber ein Umdenken beobachten.

So fasst der Begriff der Neurodiversität inzwischen auf positive Weise die natürliche Vielfalt des menschlichen Gehirns und es ist zunehmend gesellschaftlich anerkannt, dass neurodivergente Personen andere Bedürfnisse an ihr unmittelbares Umfeld haben. Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, wurde in Adelaide, Australien, ein neues Projekt vorgestellt: der „Sensory Bus. Dieser soll etwa bei Großveranstaltungen ein Rückzugsort für neurodivergente Personen sein.

Das Äußere und Innere des Sensory Bus für neurodivergente Menschen
Facebook @SA Government

Regierung von South Australia ist stolz auf den „Sensory Bus“

Dafür wurde ein ausgemusterter Linienbus komplett umgebaut. Das gewinnt auch insofern an Bedeutung, als dass vor allem öffentliche Verkehrsmittel normalerweise den Ruf haben, für neurodivergente Personen aufgrund der Reizüberflutung sehr anstrengend zu sein. Der „Sensory Bus“ versucht nun, genau das nicht zu sein. Statt auf grelle Farben und Effizienz wird auf gedämpftes Licht und weiche Materialien gesetzt. Der Bus soll beispielsweise bei Festivals zum Einsatz kommen, um auch die Bedürfnisse verschiedener Personen des neurodiversen Spektrums abdecken zu können.

Offenbar wurde der „Sensory Bus“ bereits beim OzAsia Festival zur Verfügung gestellt und ist auch bereits für weitere Events verplant. Die äußere Gestaltung wurde dabei von autistischen Künstlerinnen und Künstlern übernommen. Gänzlich neu ist die Idee übrigens nicht.

Der bunte Sensory Bus in Australien
SA Government

„Sensory Bus“ soll reizarme Umgebung für neurodivergente Menschen bieten

So wurde bereits 2022 in Colorado ein „Sensory Bus“ vom Autism Community Store designt, in dessen Inneren alles darauf ausgelegt ist, neurodivergente Personen zu beruhigen. Dafür wurde auf verschiedene wissenschaftlich belegte Konzepte zurückgegriffen; es gibt beispielsweise viele natürliche Elemente und Aromatherapie in dem Fahrzeug. Über eine zentrale Steuerung können die Personen zudem die Farbe für die Beleuchtung auswählen, die für sie persönlich gerade beruhigend wirkt.

Der „Sensory Bus“ in Australien ist größer und ein wenig anders aufgebaut, verfolgt aber denselben Ansatz. Insgesamt sollen Großveranstaltungen so barrierefreier werden, indem neurodivergenten Personen ein sensorisch beruhigender und freundlicher Raum zur Verfügung gestellt wird, damit sie ebenfalls an entsprechenden Events teilnehmen können.

Kinder als „Sinnfluencer“: Experten warnen vor Risiken bei neuem Trend

Social Media ist schon lange ein riesiges Geschäft. Findige Content Creator können dort gut Geld verdienen, erfolgreiche Influencerinnen und Influencer von ihren Verdiensten sogar reich werden. Immer öfter kann man dabei beobachten, dass auch Kinder auf diese Weise in der Öffentlichkeit auftreten. Dabei sind sie vor allem im sogenannten „Sinnfluencer“-Bereich beliebt. Der Begriff bezeichnet Personen, deren gepostete Beiträge Informationen enthalten, die über reine Unterhaltung hinaus gehen, um ihre Followerinnen und Follower zu einem bewussteren Lebensstil zu inspirieren.

Das können etwa Themen wie Bildung, Ernährung oder Umweltschutz sein. Die Videos dieser kindlichen „Sinnfluencer“ sind sehr beliebt und auf den ersten Blick harmlos. Expertinnen und Experten warnen allerdings aus mehreren Gründen vor dem Trend, die sich vor allem um das Wohl der Kinder-Influencerinnen und Influencer dreht, die man auch „Kidfluencer“ nennt.

Kinder als „Sinnfluencer“: Kleiner Junge mit einer Fliegerbrille und einer Rakete auf dem Rücken
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Kindliche „Sinnfluencer“ können problematisch sein, den Kindern aber auch Vorteile bringen

Kinder sind auf Social Media einer potenziell riesigen Öffentlichkeit ausgesetzt. Das kann schnell enormen Druck auf die Kinder aufbauen, Risiken wie Cybermobbing noch gar nicht mit eingerechnet. Zudem ist das Risiko für Kinderarbeit und finanzielle Ausbeutung groß, ganz zu schweigen von eventuell verletzten Persönlichkeitsrechten. Gerade bei sehr jungen „Sinnfluencern“ stellt sich die Frage, ob sie die Folgen ihrer Social-Media-Tätigkeiten diesbezüglich schon abschätzen können.

Sara Flieder, Aktivistin für Kinderrechte und Social-Media-Expertin, warnt zudem, dass fehlende Privatsphäre für „Kidfluencer“ besonders gefährlich werden kann. „Man weiß einfach alles über diese Kinder“, erklärt die Expertin, in erster Linie in Bezug auf Material, das von den Eltern der Kinder gepostet wird. Dazu gehört das Aussehen, persönliche Probleme, eventuell auch, auf welche Schule sie gehen. Entsprechendes Bildmaterial könne unter Umständen auch auf Plattformen für Pädophile landen.

Zwar kann eine Tätigkeit als „Sinnfluencer“ auch Vorteile für Kinder bieten. So können sie beispielsweise schon früh lernen, kreative Inhalte zu vermitteln und verantwortungsbewusst mit ihrer Medienpräsenz umzugehen. Das kann auch langfristig die Medienkompetenz steigern. Allerdings ist es enorm wichtig, dass Eltern dabei darauf achten, die Persönlichkeitsrechte der Kinder zu schützen und klare Grenzen zu setzen. Besonders wichtig ist es auch, die persönlichen Grenzen des Kindes im Blick zu behalten.

Wichtige Änderung bei Gesundheitskarte: Versicherte sollten sich ab Januar umstellen

Wenn man in Deutschland zur Arztpraxis geht, muss man seine Gesundheitskarte vorzeigen. Und auch in anderen Situationen ist die Ausweis-ähnliche Karte Pflicht, die es in dieser Form seit 2014 gibt. Zuvor galt noch die Krankenversichertenkarte. Zu Januar 2026 tritt allerdings eine wichtige Änderung in Kraft, die alle betrifft. Die deutschen Krankenkassen weiten dabei die Rechte der sogenannten GesundheitsID aus.

Dahinter steht ein weiterer Schritt im Plan der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Der Umstieg beziehungsweise die Erweiterung wird bereits seit 2024 entsprechend vorbereitet. Die GesundheitsID soll dabei den Zugang zu zahlreichen digitalen Angeboten rund um die Gesundheit vereinfachen. Dazu gehören vor allem die Apps der jeweiligen Krankenkassen.

So kann man sich künftig beispielsweise einfach per Smartphone bei einer Arztpraxis anmelden, statt vor Ort die Gesundheitskarte vorzeigen zu müssen. Dabei soll das Angebot die bisherige Gesundheitskarte ins Virtuelle übertragen und zur „digitalen Identität im Gesundheitswesen“ werden.

GesundheitsID: Gesundheitskarte steckt neben anderen Dingen wie Personalsausweis in einem Portemonnaie
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GesundheitsID gilt ab Januar auch als Versicherungsnachweis statt der Gesundheitskarte

Um die GesundheitsID zu aktivieren, benötigt man ein Smartphone, das über NFC-Technologie verfügt, was heutzutage grundsätzlich bei allen modernen Geräten der Fall ist. Zudem braucht man einen Personalausweis mit Online-Funktion und der dazugehörigen PIN sowie einmalig die Ausweis-App, um die PIN dort einzugeben. Anschließend wird die ID über die Krankenkasse aktiviert.

Vor allem mit Blick Richtung Zukunft wird die Umstellung wichtig. Weitere digitale Anwendungen im Gesundheitswesen dürften zunehmend auf die GesundheitsID ausgerichtet sein, was die jetzige Gesundheitskarte langfristig fast obsolet machen könnte. Dass sie komplett verschwindet, ist allerdings unwahrscheinlich. Die Umstellung im Januar hebt die beiden Alternativen nur weiter auf eine Höhe, indem sie die GesundheitsID auch als Versicherungsnachweis zulässt.